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ROSEN FÜR DIE SEELE, KRÄUTER FÜRS WOHLBEFINDEN
 


Rosengarten feierte Zehnjähriges und der Kräuter- und Bauerngarten wurde offiziell übergeben

Mörlenbach. (mk) „Hier hilft nun weiter kein Bemüh’n. Sind Rosen, und sie werden blühen.“ Wer vermochte das schöner auszudrücken als der Geheimrat Johann Wolfgang von Goethe? Versteht sich, dass die Blüten- und Farbenpracht, aber auch der Duft der Rose in Mörlenbach am und im Bürgerhaus im Mittelpunkt stand. Der Rosengarten feierte am 21.6.2005 zehnjährigen Geburtstag, und mit ihm die Macher, allen voran Hans Meindl und der Vorsitzende des Vereins deutscher Rosenfreunde, Sektion Bergstraße/Odenwald, Peter Pfliegensdörfer.
Als die Gemeinde zum 1200-jährigen Jubiläum des Weschnitztales dem Schachklub Freibauer Mörlenbach-Birkenau die Freischachanlage am Bürgerhaus einrichtete, sagte das Mitglied Hans Meindl: „Wir machen was draus.“ Er hatte die Idee zur Anlage des Rosengartens mit seinen jetzt 700 Pflanzen. Peter Pfliegensdörfer wurde gebeten, die Konzeption dazu zu erstellen. Quasi als Hausherr begrüßte Torsten Bitsch als Vertreter des Vorsitzenden des Schachklubs die zahlreichen Gäste.
Bürgermeister Lothar Knopf war anfangs ob der Ankündigung der Schachfreunde noch etwas skeptisch, deren Werk sollte ihn allerdings umstimmen, vor allem die ehrenamtliche Arbeit des mittlerweile 70-jährigen Meindl, der den Garten hegt und pflegt, dessen Liebe zu den Rosen den Garten buchstäblich gedeihen lässt. Und wenn der Bürgermeister Glück hat, bekommt er ab und an eine Rosenblüte ins Rathaus getragen, wo sie ihr weiteres Leben in einem Väschen auf dem Schreibtisch des Amtszimmers fristet.
Auch eine solche Anekdote vergaß der Bürgermeister bei seinen Dankesworten an Hans Meindl nicht. Er wertete das Engagement als vorbildlich, die Gemeinde beteilige sich gerne, zumal auch die Zusammenarbeit zwischen Bauhof und Meindl sehr angenehmen sei, wie er immer wieder von seinen Mitarbeitern vernimmt. Der Anlage wünschte er weiterhin viel Besuch von Mörlenbachern und ihren Gästen. Schließlich mache die Anlage im Rosenmonat Juni bereits dem Weinheimer Schlosspark Konkurrenz, was das Ablichten von Hochzeitspaaren betrifft.
Die Verbindung zwischen dem königlichen Spiel und der Königin der Blumen brachte dann Peter Pfliegensdörfer ins Spiel. Er wusste, dass das persische Wort für Garten Paradies heißt. Und in einem solchen Paradies soll sich der Besucher wähnen, in einer Oase der Ruhe, in einem Lehrgarten zur Anlage eigener Beete zu Hause, in einem Garten der Gesundheit und er soll den Duft der Rosen wahrnehmen als „Balsam für die Seele“.
Von nicht zu gering schätzender Wirkung sind auch die Kräuter. Und unmittelbar im Anschluss an die Geburtstagszeremonie für den Rosengarten und in unmittelbarer Nachbarschaft durfte der Ideengeber und Mitmacher eines Agendakreises, der Mörlenbacher Umweltberater Michael Lellbach, den fertiggestellten „Ersten Mörlenbacher Kräuter- und Bauerngarten“ der Öffentlichkeit übergeben. Auch hierbei sprach Bürgermeister Lothar Knopf im Namen des Vorsitzenden der Gemeindevertretung Peter Stephan und seines Stellvertreters Dieter Fath von einem vorbildlichem bürgerschaftlichen Engagement. Wenn eine solch schmucke Anlage durch den Fleiß und die Mitarbeit der Bürger entsteht, so trägt auch die Gemeinde mit ihrem Bauhof gerne zur Unterstützung bei. Lellbach erwähnte hierbei exemplarisch das Entfernen der Grasnarbe, das mit den Spezialfräse des Bauhofes doch leichter von der Hand geht als mit dem Spaten.
80 Bauerngarten- und Kräuterpflanzen wurden in den verschiedensten, jetzt mit Basalt-, Granit- und dem Odenwälder Buntsandstein eingefassten Beeten und Hochbeeten angelegt und bis dato nur zum Teil beschildert. Lellbach dankte dafür Hans F. Wagner für die fachliche Unterstützung, den Landfrauen Mörlenbachs, Klaus Weber und Manfred Schmitt sowie Andrea Ohlig und Matthias Grebenstein und der Ideengeberin des Ganzen, der Weschnitztäler Kräuterfee Doris Winkenbach: „Auch der Kräutergarten ist jetzt ein Ort der Entspannung. Und was ist entspannender, als in der Gemeinschaft Unkraut zu jäten?“, fragte er verschmitzt, meinte dabei aber „real“ den Gedankenaustausch, das kommunikative Moment solch einer sinnvollen Betätigung. Der Bürgerschaft und den Gästen bleibt nach den Worten Knopfs und Lellbachs, in Rosen- und Kräutergarten eine schöne, entspannte Zeit zu wünschen.




 

Arbeitseinsatz Rosengarten am 6.1.2007 




 

Arbeitseinsatz Rosengarten am 6.1.2007 




 

Arbeitseinsatz Rosengarten am 6.1.2007 




 

Arbeitseinsatz Rosengarten am 6.1.2007 




 

In Vertretung für den Schachklub Freibauer Mörlenbach-Birkenau hält 2. Vorsitzender Torsten Bitsch eine kleine Ansprache. Links neben ihm der Mörlenbacher Bürgermeister Lothar Knopf




 

Blick vom Rosengarten in den angrenzenden Kräutergarten




 

Im Vordergrund die von der Gemeinde Mörlenbach dem Schachklub Freibauer gestiftete Freiland-Schachanlage. Im Hintergrund das Mörlenbacher Bürgerhaus




 



 



 



 

Rosengärtner bei der Arbeit