Am
vergangenen Wochenende bestritt die erste Mannschaft der Schachclubs Freibauer
80 Mörlenbach Ihr letztes Spiel in diesem Kalenderjahr. Vor der Winterpause
wollte man im ersten Heimspiel der Saison gegen die Mannschaft aus Steinbach
nochmals eine gute Figur machen. Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit
einem Unentschieden 4:4. Mörlenbach sah lange Zeit als Sieger aus, da Steinbach
keine entscheidenden Anstrengungen unternahm und in fast allen Brettern auf
Vereinfachung und schnelle Unentschieden setzte. Die
Mörlenbacher Spieler Heiko Schneider, Peter Treffert, Paulus Wohlfart, Peter
Klings und Günther Heidl konnten dem nicht ausweichen. So stand es noch vor
Ablauf der ersten Zeitkontrolle 2.5: 2.5. Das Blatt schien sich dann zugunsten
von Mörlenbach zu wenden. Der Mörlenbacher Spielertrainer an Brett 1, Sergey
Galdunts, dominierte seinen Gegner nach allen Regeln der Schachkunst und trieb
den gegnerischen König in ein undurchdringliches Mattnetz. Allerdings verlor
Michael Schäfer in seiner Partie den roten Faden und musste sich nach
wechselvollem Hin und Her etwas unglücklich geschlagen geben. Und trotzdem
hätten die Mörlenbacher den Wettkampf gewinnen können, hätte der sonst so
souverän aufspielende Sebastien Peter in Zeitnot nicht seinen Vorteil vergeben,
so dass er im weitern Verlauf trotz zähen Ringens nicht über eine Remis
hinauskam. Mit dem Endstand waren am Ende nur die Steinbacher froh, die
Mörlenbacher Spieler wirkten dagegen ein wenig niedergeschlagen, hätte man
sich doch mit einem Sieg weiter nach oben orientieren können. Mit 5:3
Mannschaftspunkten nach jetzt gespielten 4 Runden sind die Mörlenbacher jedoch
von der Tabellenspitze nur einen Punkt entfernt. Der bisherige Tabellenführer
aus Wetzlar verlor gegen Hungen-Lich klar, so dass sich jetzt vier Mannschaften
mit 6:2 eben jene „Herbstmeisterschaft“ teilen. Den Spielern aus Mörlenbach
bleibt die Hoffnung auf das nächste Jahr, wenn es am 28. Januar in Wiesbaden
gegen einen klaren Abstiegskandidaten gehen wird.
Am
vergangenen Wochenende fand in der Schachoberliga Ost (Hessen, Thüringen und
Sachsen-Anhalt) die erste Doppelrunde der noch jungen Saison statt. Alleiniger südhessischer
Vertreter ist die erste Mannschaft des Schachclubs Freibauer 80 Mörlenbach, die
in der ersten Runde vor einigen Wochen eine empfindliche Auftaktniederlage
hinnehmen musste. Im Vorfeld zur jetzt stattgefundenen zweiten und dritten Runde
befürchteten Pessimisten im Mörlenbacher Lager einen ähnlichen Fehlstart wie
in den vergangenen Jahren, da man gegen zwei der Aufstiegsfavoriten antreten
musste. Am Ende kam alles anders.
Am
Samstag trafen die Mörlenbacher auf die Bundesliga-erfahrene Mannschaft aus Schöneck,
mit der man sich in den vergangenen Jahren schon manchen aufreibenden Kampf
geliefert hatte. Schöneck ging als klarer Favorit in die Partie und wurde aber
am Ende von den Mörlenbacher Schachfreunden mit einem sensationellen 7:1
regelrecht deklassiert. An allen Brettern konnten die Mörlenbacher dabei ohne
Ausfall die volle Distanz mithalten. Und schon nach vier Stunden war der
Wettkampf entschieden. Sergey Galdunts, Michael Schäfer, Peter Treffert und
Sebastien Peter hatten vier Siege vorgelegt und Udo Wallrabenstein das
spielentscheidende Remis beigetragen. Die offensichtlich geschockten Schönecker
brachten kein Bein mehr auf den Boden, so dass auch Heiko Schneider und Peter
Klings Ihrer Partien gegen nominell stärkere Gegner gewinnen konnten.
Abgerundet wurde der etwas zu hohe Sieg durch ein Remis von Paulus Wohlfart.
Am
nächsten Morgen ging es dann gegen den haushohen Favoriten aus Hungen-Lich.
Zwar ist diese Mannschaft einer der diesjährigen Aufsteiger. Allerdings wird
sie seit zwei Jahren sehr großzügig von einer Bierbrauerei unterstützt und
stellt mit Ihren vielen international erfahrenen Spielern in dieser Klasse so
etwas wie das „Bayern München“ dieser Klasse da. Mörlenbach hatte sich
aber durch den von allen nicht erwarteten hohen Sieg gegen Schöneck deutlichen
Respekt verschafft und spielte im ganz großen Stil auf. Sebastien Peter und Udo
Wallrabenstein gewannen die hinteren Bretter. Am Spitzenbrett hielt Sergey
Galdunts seinen Gegner immer auf Distanz und gewann. Heiko Schneider und Michael
Schäfer waren an diesem Tag allerdings chancenlos. Eine erste Vorentscheidung
fiel, als der seit langem zum erstenmal wiedereingesetzte Günther Heidl in
hochgradiger Zeitnot seinen Gegner ins Dauerschach treiben konnte. Zwischenstand
nach vier Stunden und der ersten Zeitkontrolle war ein 3.5: 2.5 für Mörlenbach
bei noch zwei aufstehenden Partien. Und hier geriet der Mannschaftssieg einmal
in Gefahr, als Paulus Wohlfart in einem nicht einfach gewonnen Turmendspiel eine
taktische Wendung seines Gegners übersah und die Gewinnchancen in weite Ferne
rückten, allerdings die Partie auch nicht mehr verlieren konnte. Peter Treffert
riss an diesem Tag die Begegnung aus dem Feuer, nachdem er in einer lange
verlorenen Stellung seinem Gegner im Endspiel Paroli bieten und am Ende für
alle überraschend doch noch ein Remis einfahren konnte. Endstand war eine
knappes aber verdientes 4.5 : 3.5.
Noch
diesem überraschenden Doppelschlag stehen die Mörlenbach mit 4:2
Mannschafspunkten im vorderen Tabellendrittel und können sich als einzige
Mannschaft bisher rühmen die beiden Hauptfavoriten geschlagen zu haben. In den
kommenden Begegnungen warten aber noch eine Reihe von spielstarken Gegner, so
dass das Ziel der Mörlenbacher nach wie vor ein frühzeitig ausreichendes
Punktepolster gegenüber der Abstiegszone ist.
In der
Kreisliga A kam die “Vierte” der Freibauern zu einem 4:4 in
Bensheim. Sowohl
Mörlenbach, als auch Bensheim trat nur mit sieben Spieler an. Mörlenbach
IV musste mehrere Spieler nach “Oben” abgeben und konnte dies nicht mehr
kompensieren.
Siege
für die Freibauern erspielten Willi Wrba Sen, Jürgen Mayer und Hans Rodenheber.
Ed Blesing
am Spitzenbrett, Kai Schmitt und Ludwig Alexa mussten ihre Partien verloren
geben.
Was
dieses 4:4 am Saisonende wert ist bleibt abzuwarten.
Ein
Spitzenplatz sollten allerdings noch möglich sein, falls nicht zu viele Spieler
in die “Zweite” und “Dritte” aufrücken müssen.
Nach
dem Zusammenschluss mit dem SK Birkenau hat die zweite Mannschaft der Freibauern
die Meisterschaft als klares Ziel definiert. Zum ersten Spiel musste man nach
Reichenbach reisen. Die Vorzeichen waren allerdings unklar, einerseits mussten
die Freibauern auf fünf gemeldete Spieler verzichten,
andererseits konnte mit Mathias Vettel ein Oberligaspieler aktiviert werden und
auch die übrigen Nachrücker (E Dubois de Luchet, P Lammer, G Fickartz
und W Wrba) sollten keine echte Schwächung
darstellen. Reichenbach trat nur mit sieben Spieler an, eine kurzfristige
Absage konnte nicht ersetzt werden. Somit kam Markus Frei zu einem kampflosen
1:0. Im Spiel selbst erspielten sich die Mörlenbacher nach und nach Vorteile
und man hatte stets einen guten Eindruck vom Wettekampf. Schließlich
konnte Willy Wrba (8), Peter Lammer(6) und Mathias Vettel(4) ihre Vorteile in
Siege umsetzen.
Auch die etwas unglückliche Niederlage von Eldar Grigorian(3) hatte keine
Folgen. Eldar stellte im
Endspiel durch einen “Fingerfehler” einen Bauern ein und und konnte die
Partie nicht mehr halten. Nun folgten zwei Partien die durch Zeitüberschreitung
entschieden wurden. Erich Dubois
de Luchet verlor ebenso auf Zeit, wie wenig später der Reichenbacher Fritsch.
Die “Zeitreklamation” von Guido Fickartz brachte den Zwischenstand von
5:2 und somit war der
Mannschaftssieg gesichert. Am Ende schaffte Volker Bitsch mit einer sehr guten
Leistung gegen Werner Riebel den 6:2 Endstand.
Die
dritte Mannschaft von Freibauer 80 musste in der Bezirks-Oberliga in
Heppenheim
antreten. Infolge fehlender Ersatzspieler - der Mannschaftsführer
Alfred
Bauer, musste 1 Stunde vor dem Spiel wegen 40 Grad Fieber noch absagen -
konnten nur
6 von 8 Brettern besetzt werden. Der hohe Sieg des Favoriten ist auch
deswegen entstanden, weil nach einem kampflosen 2:0 Rückstand, die übrigen
Spieler
gezwungen waren in teils komplizierten Stellungen auf Gewinn zu spielen.
Die
Ergebnisse: (Heppenheim I - Mörlenbach III)
1.
Mikkline - Vaismann 1:0 (kl.)
2. Weil
- Böhnke 1:0
3.
Mörsdörfer - Senne 1:0
4.
Schmitt - Bauer 1:0 (kl.)
5.
Dudsus - Roos 1/2
6.
Wagner - Anlauf 1:0
7. Bund
- Ortiz-Rodr. 1/2
8. Meltz
- Wohlfart,KH 1:0.
In
der dritten Saison hintereinander misslang am vergangenen Sonntag der Auftakt
der ersten Mannschaft des Schachclub Freibauer 80 Mörlenbach. Die Mannschaft
trat in der Oberliga-Ost (Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt) in der ersten
Runde der neuen Saison bei dem heimlichen Mitaufstiegsfavoriten Oberursel an,
und musste nach 6 Stunden langen harten Kampf eine zu hohe Niederlage in Höhe
von 2.5: 5.5 einstecken.
Dabei
stimmten viele Vorzeichen die Mörlenbacher vorsichtig optimistisch. Oberursel
trat nominell mit 2 Mann Ersatz an, während Mörlenbach fast die komplette
Stammmannschaft an die Bretter brachte. Und auch der Einsatz der einzelnen
Spieler an den Brettern war überzeugend. Nach der ersten Zeitkontrolle stand es
erst 1.5 : 1.5. Michael Schäfer hatte an Brett 3 gegen einen internationalen
Meister in besserer Stellung aber hochgradiger Zeitnot ein Remisangebot seines
Gegners angenommen. Heiko Schneider an Brett verlor aber an diesem Tag
chancenlos. Ausgeglichen wurde diese Niederlage durch einen überraschend klaren
Sieg des Mörlenbachers Udo Wallrabenstein an Brett 8. Zwar ließ der Gegner
nach überstandener Zeitnot an Stelle einer direkten Aufgabe noch eine weitere
volle Stunde einfach seine Zeit ablaufen, aber keiner der anwesenden Spieler
rechnete zu diesem Zeitpunkt noch mit einem anderen Ausgang. Diese unsportliche
Geste des Oberurseler Mannschaftsführers blieb aber an diesem Tag zum Glück
die einzig unsaubere Aktion in einem ansonsten sehr fairen Wettkampf.
Lange
Zeit sah es dann sogar nach einem Sieg der Mörlenbacher aus. Eine Niederlage
von Peter Treffert am vierten Brett gegen einen sehr souverän spielenden
Ex-Bundesliga-Spieler, wurde wiederum durch einen ebenso souveränen Sieg des
Neu-Mörlenbacher Sebastien Peter an Brett 7 ausgeglichen. Insgesamt ein mehr
als gelungener Einstand des eigentlich in Strassburg lebenden Franzosen, der
dieses Jahr viel Spielpraxis in Mörlenbach sammeln will. Dann kippte allerdings
die Begegnung. Peter Klings an Brett 6 verlor in einer beiderseits technisch
unsauberen Partie, sozusagen nachdem sein Gegner den vorletzten in einer ganzen
Reihe von Fehlern gemacht hatte. Ein ähnliches Schicksal ereilte nach sehr
wechselvollem Verlauf den an diesem Tag indisponierten Paulus Wohlfart an Brett
5. Zwischendurch klar auf Verlust stehend, konnte er sich durch einige Texaszüge
überraschend in eine bessere Stellung manövrieren, um dann aber doch nach
erneuter beiderseitiger Zeitnot vor dem Aus zu stehen. Komplettiert wurde die Mörlenbacher
Niederlage durch eine Niederlage am Spitzenbrett, an dem der Mörlenbacher
Sergey Galdunts lange mehr als mikroskopischen Vorteil hatte, dann aber
ebenfalls in beiderseitiger Zeitnot eine wie sich im nachhinein herausstellte
falsche Abwicklung forcierte.
In
den kommenden beiden Runden werden die Mörlenbacher mit weiteren sehr starken
Mannschaften konfrontiert. Wenn allerdings der Einsatz wie beim ersten Spiel
stimmt und gleichzeitig die Fehlerhäufigkeit abnimmt, sollte doch der ein oder
andere Überraschungspunkt möglich sein.
Das vierte Weschnitztal-Schachturnier endete mit
einem klaren Sieg des für den
Schachklub Birkenau gestarteten Volker B i t s c
h , der ungeschlagen mit 4,5
Punkten aus 5 Runden den Wettbewerb beherrschte. Nur
gegen den Waldmichelbacher
Peter L a m m e r, der bis zur vorletzten Runde
noch selbst Aussichten auf den
Sieg besaß, gab Bitsch eine Partie Remis,
nachdem er sich aus schwieriger
Eröffnungsphase befreit hatte und trotz
Materialnachteil durch Dauerschach den
halben Brettpunkt erzielte.
Den zweiten Platz sicherte sich in der letzten
Runde Erich D u b o i s de Lechet
(ebenfalls Schachklub Birkenau) mit besserer
Feinwertung vor dem
brettpunktgleichen Oldie Heinz B u c h e r vom
Schachklub Weinheim. Überhaupt
war Heinz Bucher mit seinem routiniertem Spiel
als Drittplatzierter und ältester
Teilnehmer die Überraschung.
Den Ratingpreis errang der für den Schachklub
Fürth gemeldete Robert J ä g e r,
der in der letzten Spielrunde seinen Cousin Willy
W r b a (Schachklub
"Freibauer" Mörlenbach) in einer bis
zuletzt spannenden Partie mit den schwarzen
Steinen besiegte.
Das Turnier litt unter einer unglücklichen
Termingestaltung, da viele Termine in
die Ferienzeit und auch noch an einen Feiertag
gelegt wurde. Dadurch sank die
Teillnehmerzahl erheblich, was sich besonders
durch die Absage von Mörlenbacher
Spitzenspieler bemerkbar machte. Die Rundenzahl
wurde daher von ursprünglich
sieben auf fünf Runden verkürzt.
Die erstmals amtierende Turnierleitung mit Oliver
Caizapanta und Christoph
N i c o l a i hatten bei der fairen Spielweise
der Schachspieler keine Probleme.
(K.H.Wohlfart, 2.Vors.SK Mörlenbach)
Im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die
"Kreisliga A” trafen die Sieger der “Kreisliga B” Mörlenbach
III (Odenwald-Gruppe) sowie Hofheim II (Ried-Gruppe) aufeinander.
Die dritte Mannschaft von FB 80 Mörlenbach hatte sich ohne Verlustpunkt für die Relegation qualifiziert, schon vor Saisonstart hatte man den Aufstieg als Ziel definiert. Mit Willi Wrba Sen. , Ludwig Alexa, Till Dützmann und Peter-Joachim Everling konnten die Freibauern ein schlagkräftiges Team aufbieten.
Nach einem schnellen Sieg von Till Dützmann an Brett 3 (Till konnte seinen Gegner überraschend Matt setzen) stand es frühzeitig 1:0.
Als Willi Wrba Sen.(1) seine überlegene Partie
mit einem sicheren Gewinn nach Hause brachte, war die Entscheidung gefallen.
Selbst wenn Hofheim noch ein 2:2 erreicht hätte, wäre Mörlenbach wegen der
besseren “Berliner Wertung” als Sieger vom Brett gegangen. So waren die
beiden letzten Partien, ein Sieg von Ludwig Alexa(2) und eine Niederlage von
Peter-Joachim Everling(4), nur noch Statistik.
Mit dem klaren 3:1 Sieg über Hofheim II wurde
das Saisonziel “Aufstieg in die Kreisliga A” erreicht.
Am letzten Spielwochenende der laufenden Saison erreichte die erste Mannschaft des Schachclubs Freibauer 80 Mörlenbach ihr Klassenziel, den Verbleib in der Oberliga-Ost, Deutschlands ranghöchster Amateurklasse im Schach. Dabei mussten sich die Mannen um Mannschaftsführer Peter Klings nochmals kräftig ins Zeug legen, um sich mindestens den drittletzten Tabellenplatz
zu sichern. Gegner am Samstag war eine ersatzgeschwächte Mannschaft aus Wetzlar. Freute man sich auf Mörlenbacher Seite anfänglich noch über zwei kampflose Punkte - Wetzlar trat nur mit sechs an Stelle von acht Brettern an - so wich diese bald der Ernüchterung. Auch Mörlenbach musste in buchstäblich letzter Sekunde unter dubiosen Umständen ein Brett freilassen. An den verbleibenden fünf Brettern wurde bald
mit offenem Visier gekämpft. Augustinus Wohlfart beendete am 6. Brett die erste regulär gespielte Partie mit einem souveränen Remis durch ungleichfarbige Läufer, nachdem er trotz Anzugvorteils kein Kapital aus der Eröffnung schlagen konnte. Zum Ausgleich für Wetzlar kam es durch eine Niederlage von Peter Klings am 3. Brett, nachdem dieser trotz guter Eröffnungsbehandlung eine Kombination seines Gegenspielers
nicht miteinkalkuliert hatte. In dieser Situation brachte Eldar Grigjoran die Mörlenbacher durch einen Sieg erneut in Führung. Dies war sein erster Oberliga-Sieg überhaupt und mit ein Beweis, dass er noch nicht am Ende seiner schachlichen Entwicklung angekommen ist. Aber Wetzlar konterte erneut, und glich durch ein Sieg am 5. Brett (gegen Michael Schäfer) erneut zum 3.5:3.5 Zwischenstand aus. In dieser heiklen
Situation bewährte sich die schachliche und mentale Stärke des Mörlenbacher Spielertrainers Sergey
Galdunts, der es am 1. Brett mit einem äußerst
unangenehmen Gegner zu tun hatte. Trotz extrem angespannter Situation und zweimaliger Zeitnot bewies er am Ende die nötige Selbstkontrolle und gab seinem Gegner nach mehr als 60 Zügen das Nachsehen, der sichtlich entnervt ein Zug vor dem Matt die Segel strich. Umso
größer die Freude der Mörlenbacher als sie wenige Minuten nach dem Gesamtsieg telefonisch davon erfuhren, dass damit der Klassenerhalt gesichert war.
Am Sonntag traf Mörlenbach dann auf die Giessener Schachfreunde, die unbedingt noch einen Mannschaftspunkt zum Klassenerhalt brauchten. Die Mörlenbacher hatten sich jedoch im Vorfeld intern darauf verständigt in kein kampfloses Unentschieden einzuwilligen und traten in voller Mannschaftsstärke und besten Absichten an. Und beinahe wäre ein zweiter Sieg an diesem
Wochenende auch gelungen. Beim Stande von 4:3 für Mörlenbach hatte es Udo Wallrabenstein am 7. Brett in der Hand, die Giessener in die Relegation zu schicken, scheiterte aber an seinen Nerven. So kam die glücklichen Giessener am Ende zu dem benötigten Punkt. Für die Mörlenbacher geht damit eine erneut wechselvolle Saison zu Ende. Wie im Vorjahr fand man sich wenige Runden vor Schluss mit dem Rücken zur
Wand und schon halb abgestiegen, um dann doch noch jeweils in den letzten Runden die erforderlichen Punkte zu erkämpfen. Ein Saisonabschlussgespräch soll jetzt die Ursachen dieser Heterogenitäten beseitigen helfen. Spielertrainer Sergey Galdunts zeigte sich jedenfalls zuversichtlich: "Wir werden jetzt diese Schwächen zügig analysieren und abstellen und dann wird es mit dem Schachstandort Mörlenbach und dem
unteren Weschnitztal weiter bergaufwärts gehen".
Bezirksoberliga 19.03.2000
In der Schlussrunde der Bezirksoberliga kam die
zweite Mannschaft der Freibauern in Heppenheim mit 0,5:7,5 unter die Räder.
Allerdings bleibt diese Schlappe ohne Folgen, da der Klassenerhalt schon längst
gesichert war. Die Gründe für die unerwartet hohe Niederlage sind auch schnell
gefunden. Von den ersten fünf “Brettern” war nur Alexander Waisman dabei,
die übrigen Stammspieler mussten leider passen und als auch noch das Brett 6
kampflos verloren ging, da konnte man schon schlimmeres vermuten. Außerdem
fehlte den Freibauern auch die nötige “Spannung” da man sich im
Niemandsland der Tabelle befand. Nach zwei schnellen Niederlagen von Willy Wrba
Jun.(2) und Willi Wrba Sen.(8) gegen die Oberliga erfahrenen Weil und Frank war
der Wettkampf schon fast verloren. Es folgten weitere Niederlagen von Kai
Schmitt (7), Jürgen Meyer (4) sowie von Hans Rodenheber (3). Bei Zeitkontrolle
lag man mit 0:6 zurück. Alexander Waisman konnte dann schließlich einen halben
Ehrenpunkt für die Mörlenbacher einfahren, sein Remis an Brett 1 gegen
Mikhline war der einzige Lichtblick an diesem Tag. Am Ende musste auch noch
Carlo Simon die Waffen strecken, obwohl er lange den Sieg vor Augen hatte.
Mit 6:8
Mannschaftspunkten hat die zweite Mannschaft von Freibauer 80 Mörlenbach das
Saisonziel “Klassenerhalt” erreicht.
Nicht nur im Schach wachsen die Bäume manchmal in den Himmel. Im Schach allerdings nicht zufallsbedingt. Schmerzlich musste dies am Wochenende der derzeitige Tabellenführer der Oberliga-Ost, die Griesheimer Schachfreunde, feststellen, als sie als Gastgeber die stark abstiegsbedrohten Schachfreunde aus Mörlenbach zu Gast hatten. Am Ende dominierten die Mörlenbacher
diese Begegnung so eindeutig, dass man sich des öfteren fragte, wer hier eigentlich Meister- und Abstiegskandidat war. Der Sieg der Mörlenbacher hatte zwei Eckpunkte. Zum einen gelang es dem Mannschaftsführer Peter
Klings, eine komplette Mannschaft aufzubieten. Zum anderen zahlte sich an zwei wichtigen Schlüsselbrettern die Partievorbereitung 100%-ig aus. Bestes Beispiel war die Partie an Brett 3, wo der der Mörlenbacher
Matthias Vettel so gut auf die Eröffnungsvariante des Gegners vorbereitet war, dass er erst ernsthaft nachdenken musste, als der Gegner schon lange auf Verlust stand. Zweites Beispiel war die Partie an Brett 5, in der der Mörlenbacher Paulus Wohlfart seinen Gegner in eine zwar etwas zweifelhafte aber gut vorbereitete Variante zwang und in damit aus dem Konzept und um die Partie brachte. Nachdem Michael Schäfer an
Brett 6 und Augustinus Wohlfart an Brett 7 ihre nominell stärkeren Gegner souverän besiegt hatten, war es Sergey Galdunts am Spitzenbrett vorbehalten, nach abwechslungsreicher Partie den nötigen halben Punkt zum Mannschaftssieg beizusteuern. Pro forma folgte dann noch das Remis von Udo Wallrabenstein an Brett 8, obwohl auch er zu diesem Zeitpunkt noch Gewinnchancen hatte. Einzige Wermutstropfen waren die
Niederlagen von Hajo Clara an Brett 2 und Peter Klings an Brett 4. Hajo Clara hatte gegen einen polnischen Schachprofi die Partie mit bewundernswertem sportlichen Kampfgeist und der ihm eigenen Erfahrung mehr als fünf Stunden lang offen gestalten können. Am Ende fehlte die Kraft und so musste er sich doch noch in die schmerzliche Niederlage beugen. Dennoch war sein Einsatz an diesem Tag Gold wert, hielt er doch den
Gegner lange Zeit auf Distanz und ermöglichte so den Mörlenbacher die zum Mannschaftssieg wichtigen Punkte an den hinteren Brettern.
Durch diesen Sieg verbesserte sich Mörlenbach auf den drittletzten Tabellenplatz und steht damit wieder auf einer Nichtabstiegsposition. Diese gilt es bei der abschließenden Auswärtsdoppelrunde am 8./.9 April durch einen weiteren Sieg zu halten, damit das südhessische Schach auch noch zukünftig solche Sternstunden in der höchsten deutschen Amateurklasse erlebt.
Bezirksoberliga 27.02.2000
Am vorletzten Spieltag erkämpfte sich die
„Zweite” der Freibauern ein 4:4 gegen den hohen Favoriten aus Birkenau. Die
Schachfreunde aus Birkenau kamen als verlustpunktfreier Tabellenführer nach
Mörlenbach, und wollten mit einem klaren Sieg über die Freibauern einen
weiteren Meilenstein zur Meisterschaft legen.
Aber die Mörlenbacher erwiesen sich an diesem Tag als unerwartet zäher Gegner, und die Gäste konnten froh sein, dass wenigstens die Tabellenführung verteidigt wurde.
Zum Wettkampf: Alexander Weisman hatte an Brett 1 gegen Häfner schnell einen Nachteil (Alexander verlor nach einem taktischen Manöver eine Figur), was auch frühzeitig zum 0:1 führte, aber an den übrigen Brettern sah es zu diesem Zeitpunkt gut für die Freibauern aus. Danach einigten sich Jürgen Meyer(6) gegen
Lammer, Oliver Caizapanta(2) gegen Thorsten Bitsch sowie Carlo Simon(7) gegen Böhnke auf remis. Carlo Simon war nach jahrelanger Abwesenheit (aus beruflichen Gründen) erstmals wieder für Mörlenbach aktiv. Carlo hatten schnell einen Mehrbauern, konnte aber den leichten Vorteil über Stunden hinweg nicht zum Sieg umsetzen.
Guido Fickartz (4) und sein Gegner Markus Frei
spielten eine nicht einzuschätzende Partie, mehrfach wechselte der Vorteil
beider Spieler erheblich, am Ende einigte man sich auf "Remis",
den Sieg hatte auch keiner verdient. Somit kam es zum
Zwischenstand von 2:3. Aber nun sollte das Elend wieder seinen Lauf
nehmen, schon öfters hatte man in dieser Saison den Gegner scheinbar im
“Sack” und war am Ende doch nicht der Sieger. Willy Wrba(3) hatte nach einem
fragwürdigen Opfer von Uwe Recker den Sieg schon vor Augen, aber beim Versuch
seinen Gegner in „Frührente zu schicken” verzettelte er sich total und so
geriet er in ein verlorenes Turmendspiel. Zwischenstand 2:4 statt 3:3. Als
Kai Schmitt(8) gegen Volker Senne nach fast fünf Stunden einen Sieg einfuhr,
kam wieder Hoffnung auf. Schließlich blieb es Hans Rodenheber(5)
vorbehalten mit einem schwer erkämpften Sieg das 4:4 zu sichern. Mit einigen
Schwächen des Birkenauers im Endspiel hatte man auf Mörlenbacher Seite auch
etwas Glück. So erreichte man wenigstens ein 4:4, was allerdings nicht
unverdient war.
Mit 6.6 Punkten ist der Klassenerhalt nun
endgültig unter „Dach und Fach”.
Die erste Mannschaft des Schachclubs Freibauer 80 Mörlenbach bekommt in
der Oberliga-Ost (Hessen-Thüringen) nach wie vor kein Bein auf den Boden. Am
Sonntag ging ein weiteres wichtiges Spiel verloren. Allerdings waren die
Mörlenbacher zu diesem schweren Auswärtsspiel sehr gehandikapt angetreten.
Kurzfrist fielen mit Augustinus Wohlfart und Hajo Clara zwei wichtige
Stammspieler krankheitsbedingt aus. Adäquater Ersatz stand nicht zur Verfügung
und so mussten die Mörlenbacher mit nur sechs (!) Spieler antreten. Steinbach
führte damit von Anbeginn ohne einen einzigen Zug gemacht zu haben mit 2-0. Wer
bei Steinbach jetzt von einem einfachen Sieg geträumt hatte, wurde jedoch
schnell eines Besseren belehrt. Die Mörlenbacher spielten an allen laufenden
Brettern sehr stark auf und setzten Steinbach mächtig unter Druck. Am Ende
sollte es trotzdem nicht zu einer Überraschung reichen. Udo Wallrabenstein am
Brett 7 mußte ins Remis einwilligen, nachdem seine Stellung zu stark verflacht
war. Eldar Grigorjan’s Partie an Brett 8 erinnerte ein bisschen an eine
Achterbahnfahrt; nachdem er sich aus einer schwierigen Situation geschickt
befreit hatte, verlor er am Ende doch. Sehr stark spielte wieder Matthias Vettel
am 3. Brett, der seinem Gegner das Königsgambit servierte und durch eine
geschickte Kombination in ein günstiges Endspiel überleiten konnte, das er
aber nach langem Kampf nicht gewinnen konnte. So stand es nach den ersten vier
Stunden 4:1 für Steinbach. Etwas Hoffnung keimte auf, nachdem Sergey Galdunts
an Brett 1 den gegnerischen König quer über das Brett in ein Mattnetz treiben
konnte und damit die Mörlenbacher zwischenzeitlich auf 2:4 heranbrachte. Unter
dem Druck des absoluten Gewinnensmüssens scheiterte dann aber Peter Klings an
Brett 4, überzog in ausgeglichener Stellung und verlor am Ende noch. Das
Endresultat von 3:5 wurde durch einen Sieg von Paulus Wohlfart an Brett 5
hergestellt.
Mörlenbach findet sich mit dieser Niederlage auf einem Abstiegsplatz wieder, da die Mitabstiegskonkurrenten gleichzeitig punkteten. Noch gibt es Hoffnung, die allerdings in den drei noch ausstehenden schweren Begegnungen nur dann Bestand haben kann, wenn die Mannschaft endlich wieder in einer Besetzung antritt, in der alle Stamm- oder auch Ersatzspieler die nötige
Verantwortung nicht vermissen lassen.
Am Wochenende trafen sich im Mörlenbacher Bürgerhaus vier Mannschaften aus der Oberliga-Ost, um die 6. und 7. Runde zu bestreiten. Das Glück war dabei nicht auf der Seite der ersten Mannschaft des Schachclubs Freibauer 80 Mörlenbach, musste man doch am Ende mit zwei Niederlagen ernüchternde Bilanz ziehen.
Am Samstag Nachmittag war der SV Wiesbaden in Bestbesetzung angetreten und damit der erwartet schwere Gegner. Matthias Vettel und Peter Klings remisierten an Brett 2 und 3 schnell. In der ersten Zeitnotphase kippten dann aber die Partien reihenweise zugunsten von Wiesbaden. Sergey Galdunts (Brett 1) konnte trotz hochgradiger Zeitnot des Gegners, diesen nicht überwinden und musste zum
Schluss ins Remis einwilligen. Paulus Wohlfart an Brett 4 übersah in besserer Stellung mit einem Mehrbauer einen einfachen Zwischenzug und musste nach der Zeitkontrolle die Segel streichen. Michael Schäfer am Brett 5 verzichtete angesichts des Zwischenstandes auf eine mögliches Dauerschach, nur um sich am Ende in einer Verluststellung wiederzufinden. Augustinus Wohlfart am Brett 6 hatte eine klar bessere Stellung,
erreichte aber nur Unentschieden. Als dann die beiden Ersatzspieler Eldar Grigorjan und Willy Wrba jun. ihre Partien nicht halten konnten, war die hohe 2:6 Niederlage perfekt.
Am Sonntag Vormittag gegen die FTG Frankfurt hätte es deutlich besser laufen können, allerdings setzte sich die Unglücksserie vom Vortag nahtlos fort. Sergey
Galdunts, Michael Schäfer und Eldar Grigorjan (kampflos) hatten die Mörlenbach jeweils in Führung gebracht, durch Niederlagen von Oliver Caizapanta und Guido Fickartz war der Gegner aber auf 2:3 herangekommen. Bei diesem
Zwischenstand stellte Paulus Wohlfart eine Figur ein, nachdem er sich gerade aus einer beengten Stellung etwas befreien konnte. Zu allem Überdruss machte es Ihm Peter Klings in gewonnener Stellung nach, so dass auf einmal nicht Mörlenbach sondern der Gegner mit 4:3 in Führung ging. Obwohl Matthias Vettel in der letzten noch offenen Partie alles riskierte und mit über 100 Zügen einer der wohl bisher längsten
Partien in dieser Klasse spielte, musste er nach 7 Stunden seinem Gegner die Hand zum Remis reichen. Die äußerst knappe 3.5: 4.5 Niederlage war damit perfekt. Diese demoralisierenden Niederlagen müssen erst mal verdaut werden. Allerdings bleibt dafür nicht lange Zeit. In drei Wochen geht es im Auswärtsspiel gegen Steinbach darum in hoffentlich besserer Besetzung zwei Punkte gegen den Abstieg zu holen.
Bezirksoberliga
23.01.2000
Der fünfte Spieltag sollte für die zweite
Mannschaft den endgültigen Klassenerhalt bringen. Leider waren die
Voraussetzungen wieder mal sehr schlecht. “Mannschaftsführer am Rande eines
Nervenzusammenbruches” so lautete der Titel, als vor zwei Wochen Mörlenbach I
nach Leipzig reisen musste. “Mannschaftsführer nach einem
Nervenzusammenbruch” so könnte der Titel für unser Gastspiel in Bürstadt
lauten. Am Ende waren immerhin sieben Spieler dabei. Der Wettkampf lief dann
allerdings sehr gut für die Freibauern, nach 3 Stunden konnte Guido Fickartz
mit einem sicheren Sieg am 3 Brett, den kampflosen Punkt ausgleichen. Als die
Routinies K-H Wohlfart(7) und Jürgen Meyer(6) ebenfalls sichere Siege nach
Hause brachten, schien der Wettkampf schon fast gelaufen. Spätestens nachdem
Willy Wrba am 4 Brett eine kritische Partie zu seinen Gunsten wenden konnte, (er
setzte seinen Gegner überraschend Matt) schien der Sieg sicher, man führte nun
klar mit 4:1. Aber der Schein war trügerisch, Ludwig Alexa(8) hatte zwar eine
klare Remisstellung, aber er vergaß einfach den 40 Zug zu machen und so verlor
er völlig überraschend auf Zeit. Als Hans Rodenheber(5) nach fünf Stunden
seine Dame einzügig einstellte (in besserer Stellung) war Bürstadt II wieder
zurück. Schließlich verlor auch noch Alexander Weisman nach zähen Kampf am 1
Brett. Am Ende musste man sich dann mit einem 4:4 begnügen, was allerdings für
das Ziel “Klassenerhalt” reichen sollte (5:5 Mannschaftspunkte nach fünf
Spielen). Wie bereits gegen Bensheim III und in Reichenbach, wurde auch in
Bürstadt ein Sieg leichtfertig verschenkt. Mit etwas Glück könnte Mörlenbach
II schon 7 oder 8 Punkte aufweisen.
Die Aussichten für das nächste Spiel gegen Birkenau sind allerdings nicht gut, gegen den Tabellenführer werden wieder einige Spieler ausfallen. So wird man sich wohl auf (Brettpunktesammeln) beschränken müssen.
Über die Planung des Wettkampfs in Leipzig ließe sich allein eine mehrseitige Abhandlung schreiben. "Mannschaftsführer am Rande des Nervenzusammenbruchs" wäre ein passender Titel. Am Ende traten sieben Spieler die Reise nach Leipzig an. Das erste Team startete am Mittag von Frankfurt aus und bestand aus Michael, Sergey und mir. Wir kamen am Nachmittag in Leipzig an und
nutzten die Zeit, um uns Leipzig anzusehen. Leipzig selbst ist eine sehr lebendige Stadt mit vielen beeindruckenden historischen Gebäuden. Allerdings durchzeiht der Kontrast zwischen bereits renovierten und fast baufälligen Gebäuden die ganze Stadt und ist immer noch sehr groß. Kulinarischer Höhepunkt des Tages war das Abendessen im "Auerbachkeller". Angeblich spielt der in Goethes "Mephisto"
eine Rolle, allerdings habe ich dieses weltbekannte Büchlein nie gelesen... Das zweite Team startete abends mit Willy, Eldar und Augi als Fahrer. In Frankfurt reduzierte Augi noch einmal kurz die Geschwindigkeit, um Udo und seine Frau Jelena in Frankfurt mit an Bord zu nehmen. Alle kamen wohlbehalten an, so dass wir am nächsten Morgen kurz die Taktik für das Spiel absprechen konnten.
Im Prinzip sollten die vorderen Bretter punkten und die hinteren eher den Remishafen ansteuern. Keiner ahnte, wie gut dies klappen würde. Wir beschlossen Brett 6 freizuhalten, um dem Elo-stärksten Leipziger auszuweichen. Leider spielten die Gastgeber zum ersten Mal in dieser Saison mit Ersatz, so dass dieser Vorhaben nicht aufging und Udo zeigen musste, was er kann. Udo ließ sich
allerdings nicht beeindrucken und nach knapp 2 Stunden war das Remis unter Dach und Fach. Bei Willy zeichnete sich ebenfalls schnell ein Remis ab, auf das sich er und seine Gegnerin nach 3 Stunden einigten. Leider musste kurze Zeit später Augi die Waffen strecken. Aus einer leicht schlechteren Eröffnung heraus hatte er langsam die Oberhand gewonnen, dann aber zu schnell gespielt und die Partie dadurch ebenso
schnell verloren. Kurz vor der Zeitkontrolle konnte ich den Anschlusspunkt zum 2-3 gewinnen. In der Eröffnung hatte mein Gegner ungenau gespielt, so dass ich einen leichten, aber dauerhaften Vorteil erringen konnte. Dieser verflüchtigte sich zwar im Verlauf des Endspiels, doch mein Gegner gab mir in seiner Zeitnot eine weitere Chance, die ich nutzen konnte. In dieser Phase des Wettkampfs gelang es auch Michael aus
einer ausgeglichenen Stellung heraus Vorteil zu gelangen. Michaels Gegner konnte dessen Mattangriff nur noch auf Kosten von Material abwehren. Der Rest war eine Sache der Technik und es hieß 3-3. Der Wettkampf wurde an den Brettern von Eldar und Sergey entschieden. Dabei gelang es Eldar durch großen kämpferischen Einsatz seinem Gegner ein Remis abzutrotzen. Obwohl er in großer Zeitnot war konnte er sich aus einer
schlechteren Stellung befreien. Und das gegen einen nominell sehr viel stärkeren Spieler - Kompliment! Am Ende blieb es Sergey vorbehalten, den entscheidenden Punkt zum 4,5-3,5 für uns beizusteuern. Ich bin sicher, dass diese Zitterpartie nicht nur für uns, sondern auch für Sergey nervenaufreibend war. Zunächst hatte Sergey nichts aus der Eröffnung rausholen können und dann sogar noch einen Bauern verloren. In
der Folge konnte aber unser Spitzenbrett ein Endspiel abwickeln und Initiative für den Bauern gelangen. Er hielt im weiteren Verlauf seinen Gegner konstant unter Druck und nach 6 Stunden war der Wettkampf für uns entschieden und ein ganz wichtiger Schritt zum Klassenerhalt getan.
Bei der Doppelrunde Ende Januar in Mörlenbach habe wir es nun in der Hand, alles klar zu machen. Unsere Gegner sind Wiesbaden (1-9 Punkte) und FTG Frankfurt (3-7 Punkte), also zwei Mannschaften, die hinter uns platziert sind. Meine Hoffnung ist, dass wir zu diesen Wettkämpfen ohne Personalsorgen und mit einer möglichst starken Mannschaft antreten können. Dann sollte es uns auch
gelingen, alle Sorgen hinter uns zu lassen.
Peter Klings