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JUGENDLIGA VERLIERT 0,5:3,5 GEGEN BICKENBACH
 

(K.H.W.) In der Jugendliga 2006 des Schachbezirks Bergstraße wurden 5 Runden nach "Schweizer System" mit Vierer-Mannschaften um die beste Jugendmannschaft des Bezirks gespielt. Zwischen Mörlenbach-Birkenau, Bickenbach und Bürstadt sollte sich in diesem Jahr die Meisterschaft entscheiden. Beste Aussichten hatten vor der letzten Runde wir mit 7 Punkten gegen jeweils 6 Mannschafts-punkten von Bickenbach und Bürstadt. Wie erwartet gewann Bürstadt I des letzte Spiel gegen Lorsch I, sodaß das Ergebnis zwischen Bickenbach und Mörlenbach entscheidend sein sollte.

Unsere Jugendmannschaft in der Besetzung Dirk Eller, Björn Bachmann, Daniel Habel und Frank Deparade musste diesmal in Bickenbach an der Bergstraße antreten. Das Ergebnis dieses Wettkampfes mit 3,5 zu 0,5 für Bickenbach ist kurz geschildert.

An Brett 1 spielte Dirk gegen den Sizilianischen Drachen seines Gegners eine geschlossene Variante. Lange mußte er gegen einen Freibauern auf b3 kämpfen, es gelang ihm jedoch diesen durch ein Gegenspiel im Zentrum zu neutralisieren, sodass diese Partie im 29. Zug Remis gegeben wurde.
Brett 2 spielte unser Hoffnungsträger Björn mit Schwarz ein Königsfianchetto, was ebenfalls in einen Sizilianischen Drachen mutierte. Sein Gegner erwiderte mit einem Doppelfianchetto mit langer Rochade. Bevor der Gegner richtig entwickelt war, hatte Björn eine 3-zügige Kombination, die zum Königsangriff mit Bedrohung der feindlichen Dame führen sollte und einen Mehrbauern und Figurengewinn einbringen konnte. Als er dies übersah, verlor er den berühmten Faden und wurde einfach nach einer Dame-Turmkombination mattgesetzt. Daniel an Brett 3 verdarb in einem "Russischen Dreispringer-Spiel zweimal die Tempovorgabe, und danach den Verlust von 2 Bauern. Das anschliessende Turmendspiel verlor er dann ziemlich schnell.
Unser Mannschaftsführer Frank spielte entgegen seiner sonstigen Gewohnheit die sogenannte Pirc-Verteidigung in der Eröffnung zurückhaltend. Mit gutem Bauernvorstoß brach er die weiße Stellung auf und konnte den weißen Angriffsläufer schlagen. Danach hatte er eine aussichtsreiche Stellung, die er jedoch durch den Verlust des Läuferpaares wieder verdarb. Sein mutiges Spiel hatte zwischenzeitlich seinen Gegner in erhebliche Zeitnot gebracht. Frank spielte nur noch auf Zeitüberschreitung, wurde jedoch wirklich nur Sekunden vor dem Fallen des Zeigers matt.

Für Bickenbach ist das Ergebnis vielleicht etwas zu hoch ausgefallen, jedoch haben sich diese Jungens durch ruhiges Spiel verdient den Meistertitel geholt. Gratulation vom Drittplatzierten Mörlenbach-Birkenau.