Mörlenbach-Birkenau erneut im Finale des Hessischen Schachpokals
Sieger der letzten beiden Jahre Schöneck nach packendem Finish vorzeitig ausgeschaltet
(ab) Im Halbfinale des hessischen Mannschaftspokals traf die erste Schachmannschaft von Mörlenbach-Birkenau auf dem Zweitbundesligisten aus Schöneck. Trotz Favoritenstellung der Schönecker gingen die Weschnitztaler mit einem leichten Funken Hoffnung in diese Begegnung, da sie am ersten Brett auf den Internationalen Meister Vitaly Kunin zurückgreifen konnten.
Diesem gelang nach 3 Stunden Spielzeit auch ein sauber herausgespielter Sieg gegen einen überforderten Gegner. Postwendend konnten die Schönecker aber kontern, ausgleichen und sogar in Führung gehen. Sowohl Heiko Schneider an Brett 2 sowie Paulus Wohlfart an Brett 4 mussten Ihre Partien nach hartem Kampf aufgeben. Wie bereits im Viertelfinale hing damit alles an der letzten noch offenen Partie von Michael Schäfer an Brett 3. Dieser hatte seinen Gegner klar überspielt. In beiderseitiger hochgradiger Zeitnot bemerkte er jedoch über 10 Züge lang nicht, dass beim Gegner die Zeit gefallen war. Die Situation ließ sich erst im Nachhinein vom eigens in das Turnierlokal kommenden hessischen Turnierleiter Andreas Filmann klären, der anhand der komplizierten Schachregeln die Partie für Mörlenbach-Birkenau als gewonnen erklärte - Endstand war somit ein 2:2. Nach der sogenannten Berliner Wertung erreichten die Freibauern jedoch das Finale, da sie ihre beiden Gewinnpartien an den höheren Brettern erzielten. Somit gelang es den Schöneckern nicht, den Hessischen Pokal zum dritten Mal in Folge zu gewinnen. Endspielgegner der Weschnitztaler in zwei Wochen, am 21. August ist somit der SC Fulda, der sich mit 3:1 gegen Wiesbaden durchsetzte. Durch den erneuten Einzug ins Finale haben aber die Freibauern durch die Qualifikation für den Pokal auf Bundesebene bereits ein wichtiges Zwischenspiel erreicht.