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DIE FREIBAUER TRIUMPHIEREN IM MANNSCHAFTSPOKAL
 



 

Im Endspiel des diesjährigen Mannschaftspokals des hessischen Mannschaftspokals traf am vergangenen Sonntag die erste Schachmannschaft von Mörlenbach-Birkenau auf den Schachclub Fulda. Zu diesem Ereignis im Bürgerhaus Mörlenbach fanden sich nicht nur zahlreiche Zuschauer aus der näheren Umgebung ein. Der hessische Turnierleiter für Mannschaften, Andreas Filmann, leitete persönlich für den hessischen Schachverband als Schiedsrichter diese Begegnung.

Obwohl die Favoritenstellung an diesem Tag auf der Seite der Weschnitztäler lag, spielte die Mannschaft aus Fulda stark auf und setzte die Freibauern von Anfang an enorm unter Druck. Diesen Druck verspürte zuerst der Mannschaftsführer der Freibauern, Paulus Wohlfart, der sich am 4. Brett einer aggressiven Eröffnungsbehandlung seitens seines Gegners gegenüber sah. Er konnte zwar die Partie zwischenzeitlich offen gestalten, musste sich nach knapp vier Stunden aber trotzdem geschlagen geben. Der internationale Meister Vitali Kunin glich jedoch am 2. Brett nach fehlerfreiem Druckspiel für Mörlenbach-Birkenau fast unmittelbar zum 1:1 Zwischenstand wieder aus. An den übrigen beiden Brettern ging es in die Verlängerung von zwei weiteren Spielstunden. Und wieder legte Fulda mit einem Sieg am 3. Brett vor. Michael Schäfer hatte sich in einem Turm-Springer-Endspiel lange verteidigen können, musste am Ende aber in die Niederlage einwilligen. So ruhte die ganze Last der Begegnung auf den Schultern des Großmeisters Sergey Galdunts, der mit einem alten aber sehr erfahrenen Spieler aus den ehemaligen Sowjetstaaten die Klingen kreuzte. Diese Partie ging bis an das absolute Zeitlimit von 6 Stunden, ehe Sergey Galdunts langsam aber sicher im Endspiel die Oberhand behielt und seinen Gegner in die Aufgabe zwingen konnte.
Der 2:2 Endstand bedeutete gleichzeitig den Pokalsieg der Freibauern aus Mörlenbach-Birkenau, da nach der sogenannten Berliner Wertung die Siege der Freibauern an den beiden ersten Brettern höher bewertet wurden. Insgesamt stellte Mörlenbach-Birkenau jedoch auch über den gesamten Pokalverlauf der letzten Wochen gesehen, den verdienten Sieger in diesem Wettbewerb, gelang es doch in dessen Verlauf Runden Bundesligamannschaften auszuschalten. Wenn auch im Finale klar wurde, wie wichtig die internationalen Titelträger durch Ihre Siege für das Spitzenschach bei den Freibauern sind, zeigte sich gerade auch den zurückliegenden Runden der enormer Kampfgeist der übrigen Spieler. So konnten Michael Schäfer und Heiko Schneider in den Zwischenrunden wichtige Siege für Mörlenbach-Birkenau erringen. Weiterhin kamen mit Peter Lammer, Markus Frei und Uwe Recker etatmäßige Ersatzspieler erfolgreich zum Einsatz. Der Gesamterfolg ruht auf mehreren Schultern, wie der überglückliche Vorsitzende der Freibauern, José Ortiz-Rodriguez, bei einer nachfolgenden kleinen Feier zu Protokoll gab. Mit dem Titel des diesjährigen hessischen Pokalsiegers holte der Schachverein aus Mörlenbach-Birkenau nach langer Zeit endlich wieder einen wichtigen Titel ins Weschnitztal.